Mann niest ins Taschentuch
Sie sind ungefährlich, aber extrem lästig. Erkältungen schlagen mehrmals im Jahr zu – denn ihre Viren breiten sich bereits beim Sprechen oder per Händedruck aus.
Grafik: Frau mit Halsschmerzen
Halsschmerzen, Husten, Schnupfen – das ist der Steckbrief jeder Erkältung. Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.
Teekanne mit Tasse
Erkältungsbeschwerden lassen sich sanft, aber wirksam angehen – mit Hausmitteln, Heilpflanzen, Homöopathie und weiteren Hilfen aus der Apotheke.
Arzt hört Rücken mit Stethoskop ab
Manchmal können sich aus einer Erkältung andere Infektionen entwickeln – aus Halsschmerzen z.B. eine Kehlkopfentzündung, aus Reizhusten eine Bronchitis.
Frau im Schnee
Am besten erst gar keine Erkältung bekommen – ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz. Was Sie selbst dazu tun können und wie wichtig auch Hygiene ist.

Erkältung / Krankheitsbild

Infekt mit höchstem Ansteckungsrisiko

Sinken die Temperaturen, steigt die Ansteckungsgefahr mit Erkältungsviren. Zwar verursachen die leicht übertragbaren Krankheitserreger meist bloß harmlose Beschwerden wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Lästig sind sie jedoch allemal, vor allem, weil Erkältungen einen mehrmals in einem Jahr treffen können.

Im Überblick



Eine der häufigsten Erkrankungen: die Erkältung

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Erkältungen sind die häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Oft wird die Erkältung auch grippaler Infekt genannt, der Arzt spricht von einer akuten Infektion der oberen Atemwege. An Erkältungen erkranken Erwachsene im Schnitt 2 bis 5 Mal jährlich, Kinder sogar bis zu 8 Mal. Doch eine Erkältung ist meistens ungefährlich. Sie lässt sich durch Ruhe und Hausmittel relativ leicht auskurieren, ein Arztbesuch ist meistens nicht nötig.
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Große Ansteckungsgefahr, vor allem bei Kälte

Warum besteht bei der Erkältung eine so große Ansteckungsgefahr? Ursache einer Erkältung ist die Ansteckung mit einem Virus. Es gibt ungefähr 200 verschiedene Virus-Typen, die Symptome einer Erkältung hervorrufen. Sie kommen aus den Familien der Rhino-, Adeno- oder Coronaviren. Die Erkältungsviren übertragen sich extrem leicht durch Tröpfchen. Schon beim Sprechen, aber auch durch Husten, Niesen oder Händereichen gelangen die Tröpfchen auf die Schleimhäute von Kontaktpersonen.

Allerdings steckt sich nicht jede Kontaktperson automatisch an. Bei Menschen mit einer starken Abwehr haben die Viren oft keine Chance. Gerade im Winter aber sind die Schleimhäute der meisten Menschen leicht angreifbar. Durch die kalte Winterluft verengen sich die Blutgefäße der Nasen- und Mundschleimhäute. Das vermindert ihre Durchblutung und damit ihre Abwehrreaktion. Wenn dann noch Dinge wie negativer Stress in der Arbeit, schlechte Stimmung wegen der grauen und lichtarmen Wintertage oder ein Schlafdefizit hinzukommen, haben die Viren ein leichtes Spiel.

Viren oder Bakterien? Das ist am Schleim zu erkennen

Bakterien sind seltener die Ursache für Erkältungskrankheiten. Sie befallen die Schleimhäute meistens erst, nachdem Viren die lokale Abwehr geschwächt haben. Ob etwa ein Schnupfen oder Husten durch Viren oder Bakterien ausgelöst wurde, lässt sich an der Schleimbildung beurteilen: Ist der produzierte Schleim weiß oder klar, handelt es sich meistens um einen Virusinfekt. Ist der Schleim oder Auswurf gelblich bis grünlich, sind Bakterien die Ursache. Nur in diesem Fall ist die Gabe von Antibiotika sinnvoll.
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Grippaler Infekt oder Grippe?

Eine Erkältungskrankheit wird häufig auch grippaler Infekt genannt. Das ist irreführend. Es gibt deutliche Unterschiede zur echten Grippe. Während eine Erkältung durch Rhinoviren verursacht wird, entsteht die echte Grippe nach Kontakt mit Influenza-Viren. Die Krankheitssymptome dieser Viruserkrankung sind deutlich schwerwiegender und die Patienten beschreiben dabei ein starkes Krankheitsgefühl. Meist kommt es bei der echten Grippe zu hohem Fieber. Erkältungskrankheiten können in der Regel selbst kuriert werden. Eine echte Grippe dagegen muss vom Arzt behandelt werden.

Verlauf der Erkältung

Etwa zwei Tage nach der Infektion treten die typischen Krankheitssymptome auf. Meistens beginnt die Erkältung mit einem Kratzen im Hals und Schnupfen. Es folgen Heiserkeit und Halsschmerzen. Weitere Begleiterscheinungen sind Husten, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und eventuell auch Fieber. Ist der Weg in den Nasen-Rachenraum verstopft, kann es zu einer Mitbeteiligung der Kieferhöhlen, der Stirnhöhlen und der Höhlen des Siebbeins kommen, einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).
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Grafik: Rhinovirus
© Shutterstock
Das bizzare Gebilde ist ein Rhinovirus. Es gehört zu einer Familie von Viren, die Erkältungssymptome verursachen können – neben den Adeno- und Coronaviren.
Menschen steigen in Zug ein
© iStockphoto
Menschenansammlungen, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, fördern die Verbreitung von Erkältungsviren. Denn die Ansteckung erfolgt über kleine Tröpfchen, die beim Sprechen und Niesen oder über die Hände weitergegeben werden. Haltegriffe oder Türöffner werden so zu Infektionsherden.