Mann niest ins Taschentuch
Sie sind ungefährlich, aber extrem lästig. Erkältungen schlagen mehrmals im Jahr zu – denn ihre Viren breiten sich bereits beim Sprechen oder per Händedruck aus.
Grafik: Frau mit Halsschmerzen
Halsschmerzen, Husten, Schnupfen – das ist der Steckbrief jeder Erkältung. Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.
Teekanne mit Tasse
Erkältungsbeschwerden lassen sich sanft, aber wirksam angehen – mit Hausmitteln, Heilpflanzen, Homöopathie und weiteren Hilfen aus der Apotheke.
Arzt hört Rücken mit Stethoskop ab
Manchmal können sich aus einer Erkältung andere Infektionen entwickeln – aus Halsschmerzen z.B. eine Kehlkopfentzündung, aus Reizhusten eine Bronchitis.
Frau im Schnee
Am besten erst gar keine Erkältung bekommen – ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz. Was Sie selbst dazu tun können und wie wichtig auch Hygiene ist.

Erkältung / Therapie

Sanfte Hilfe mit Hausmitteln

Eine ganze Palette von Möglichkeiten der Selbstmedikation gibt es für die Behandlung von Husten, Schnupfen, Halsweh, Fieber und Heiserkeit. Denn nur selten sind die Beschwerden so stark ausgeprägt, dass man zum Arzt gehen muss. Meistens reichen Hausmittel wie Gurgeln, Wadenwickel und Inhalieren, um bald wieder auf den Damm zu kommen. Bei Kindern, die zu den häufigsten Erkältungsopfern zählen, sind für die Behandlung zusätzlich wichtige Regeln zu beachten.


Im Überblick



Hausmittel bei Erkältung

  • Bonbons lutschen: Bei einer Halsentzündung ist das Lutschen von Hustenbonbons sinnvoll, denn es regt die Speichelproduktion an. So wird die Rachenschleimhaut befeuchtet, das Schlucken erleichtert und durch die körpereigenen Abwehrkräfte im Speichel werden die Erreger bekämpft.
  • Gurgeln mit Salzwasser: Bei den ersten Halsbeschwerden sollten Betroffene mit Salzwasser gurgeln. Das säubert die Schleimhaut und wirkt durch die hohe Salzkonzentration antibakteriell. Einfach einen halben bis einen ganzen Teelöffel Salz in rund 200 Milliliter Wasser rühren und etwa fünf- bis sechsmal pro Tag gurgeln. Ähnliche Effekte erzielen auch Salbei- oder Kamillentees, da sie entzündungslindernd wirken.
  • Quarkwickel: Bei Halsentzündungen ist ein dicker Schal kontraproduktiv, denn die Schwellung wird durch die Wärme noch dicker und unangenehmer. Ein Schal ist nur zur Vorbeugung bei kaltem Wetter geeignet. Bei Rötungen, Schwellungen und Schmerzen hilft es eher, den Hals zu kühlen – zum Beispiel mit einem Quarkwickel.
  • Nasenspülung mit Salzwasser: Das Spülen der Nase mit Salzlösungen schwemmt die Erreger aus der Nase, was ihre Anzahl erheblich vermindert. Ein positiver Nebeneffekt: Dadurch wird auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen vorgebeugt. Für eine Nasenspülung lösen Sie einen gestrichenen Teelöffel (9 Gramm) nicht jodiertes Speisesalz  in einem Liter lauwarmem und abgekochtem Wasser auf. Bei vornübergebeugtem Oberkörper und schräg gehaltenem Kopf führen Sie die Spülung entweder mit gewölbter Innenhand oder aber mit einer Nasendusche in eines der Nasenlöcher ein. Anschließend halten sie den Kopf wieder gerade, sodass die Nasenlöcher nach unten zeigen und die Spülung aus dem anderen Nasenloch abfließen kann. Nasenduschen mit genauer Gebrauchsanweisung erhalten Sie in jeder Apotheke.

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  • Inhalation: Die Kochsalz- oder Kamilleninhalation verflüssigt den Schleim in den Nebenhöhlen und Atemwegen, die Erkältungserreger können rascher abfließen. Nehmen sie zwei Teelöffel Salz oder zwei Esslöffel Kamillenblüten, die in jeder Apotheke erhältlich sind, und gießen Sie einen Liter kochendes Wasser hinzu. Auch einige Tropfen ätherischer Öle aus Eukalyptus oder Kiefernnadeln sind geeignet. Setzen Sie sich an den Tisch, beugen Sie sich über die Inhalationslösung und legen Sie sich ein großes Handtuch über den Kopf, sodass der Dampf nicht allzu schnell entweicht. Atmen Sie ruhig und tief ein und aus. Die heißen Dämpfe lösen nicht nur den Schleim: Die Hitze fördert außerdem die Durchblutung der Schleimhäute und damit letztlich ihre Immunabwehr. Wenn es Ihnen zu heiß wird, machen Sie eine Pause. Versuchen Sie mindestens 5 Minuten zu inhalieren – noch besser 10 Minuten. Nicht so gut eignet sich diese Methode allerdings für Asthmatiker, da das Inhalieren bei ihnen einen Anfall auslösen kann.
  • Tee trinken: Bei Husten muss zwischen trockenem Reizhusten und verschleimtem Husten unterschieden werden: Beim Reizhusten hilft es, Bonbons zu lutschen und viel zu trinken, um die Schleimhäute anzufeuchten. Der Schleim hingegen muss raus, weswegen Schleimlöser wie Tees mit Fenchel, Anis und Thymian helfen.
  • Ruhe gönnen: Damit die Hausmittel wirklich helfen können, ist es auch wichtig, dass sich der Betroffene körperlich schont – und das so früh und so lange wie möglich.
  • Fieber kann sinnvoll sein: Während bei einer Grippe das Fieber meist sofort auf über 38 Grad steigt, kommen so hohe Temperaturen bei einer Erkältung nur selten vor. Es sollte dann nicht gleich bekämpft werden, denn das Fieber tötet die Erreger ab. Wer trotzdem dagegen vorgehen möchte, kann sich zum Beispiel Wadenwickel mit Essig und kaltem Wasser machen: So geht das Fieber langsam zurück.


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Halsschmerzen: Allgemeine Ratschläge

Komplikationen können entstehen, wenn Halsschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und der Körper mit den Krankheitserregern nicht fertig werden. Bei Verdacht auf eine Mandelentzündung oder eine eitrige Angina sollten Sie den Arzt zu Rate ziehen! Er stellt die Diagnose und entscheidet, ob Antibiotika oder andere Medikamente eingenommen werden sollen. Das ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten und andere Organe befallen.
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Gutes Raumklima

Bei Halsschmerzen ist es wichtig, die Schleimhäute feucht zu halten. Halten Sie daher die Raumluft feucht und meiden Sie trockene oder verrauchte Räume. Wenn Sie ein flaches Gefäß mit Wasser füllen, können Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen. Den gleichen Effekt erreichen Sie, wenn Sie feuchte Tücher aufhängen oder das Teewasser etwas länger kochen lassen.

Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

Trinken Sie ausreichend, aber nicht übermäßig. Atemwegsinfektionen führen durch Schwitzen, Niesen, eine laufende Nase und geschwollene Schleimhäute zu einem erhöhtem Flüssigkeitsbedarf. Bisher galt die Empfehlung, bei Erkältungen täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu trinken. Wissenschaftler vermuten, dass der Körper aber auch selbst dem Flüssigkeitsverlust entgegenwirkt und die Wasserausscheidung über die Niere drosselt. Dies gilt besonders für Infektionen der unteren Atemwege.
Wenn der Körper aber das Wasser konservierende Hormon ADH (antidiuretisches Hormon) ausgeschüttet hat, können übermäßig viel getrunkene Flüssigkeitsmengen zum Problem werden. Sie können nicht ausgeschieden werden und bringen den Salzhaushalt des Körpers durcheinander. Das wiederum kann zu Reizbarkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit und Übelkeit führen. Seien Sie daher sorgsam mit der Trinkmenge, und lassen Sie im Zweifelsfall einen Arzt eine Lungenentzündung ausschließen.

Erkältungstees bei Halsschmerzen

Erkältungstees wirken entzündungshemmend, lindern die Schluckbeschwerden und helfen gleichzeitig, den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Achten Sie auf die richtige Dosierung! Lassen Sie den Tee ausreichend lange ziehen. Bei den meisten Produkten wird empfohlen, maximal 3 bis 5 Tassen am Tag zu trinken (höchstens 4 Wochen lang). Schwangere sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Für Kinder und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees. Bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte (Kariesgefahr).

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Halsschmerzen länger anhalten als die eigentliche Erkältung
  • das Fieber länger als 3 Tage anhält
  • die Körpertemperatur über 39 Grad Celsius steigt
  • Sie im Rachen einen Belag entdecken, der gelblich grün schimmert
  • Sie Schluckbeschwerden haben
  • die Lymphknoten am Hals stark anschwellen und eine ausgeprägtes Krankheitsgefühl einsetzt.

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Halsschmerzen: Hilfe aus der Apotheke

Halsschmerzen können sehr lästig sein, besonders wenn sie mit Kratzen und Brennen im Hals, Hustenreiz oder starken Schluckbeschwerden einhergehen.

Lutschtabletten


Mit Lutschtabletten können Sie diese Symptome mildern. Die meisten Halsschmerztabletten enthalten antiseptische Arzneistoffe (z.B. Benzalkoniumchlorid, Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid). Andere Inhaltsstoffe von Lutschtabletten wirken antibiotisch (z.B. Tyrothricin, Lysozym). Viele Halsschmerztabletten enthalten auch ein örtlich wirksames Betäubungsmittel (z.B. Benzocain, Lidocain), das Schmerzen abmildert. Auch der Wirkstoff Flurbiprofen, nahe verwandt mit dem Schmerzmittel Ibuprofen, wird zum Lutschen eingesetzt. Dieser Arzneistoff wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend, ohne zu betäuben. Ein weiterer Effekt der Lutschtabletten: Durch das Lutschen kommt es zu vermehrtem Speichelfluss, wodurch die Schleimhäute befeuchtet werden. Viele Hersteller bieten zahnfreundliche zuckerfreie Lutschtabletten an. Lassen Sie die Tabletten langsam im Mund zergehen – dann wirken Sie am besten. Kauen oder zerbeißen Sie Halsschmerztabletten nicht!

Lutschtabletten sind nicht gleich Lutschtabletten! Fragen Sie in Ihrer Apotheke, welches Mittel bei Ihren Krankheitssymptomen geeignet ist. Wenn Sie keine starken Schluckbeschwerden haben, sondern lediglich ein unangenehmes Kratzen im Hals, warum sollten Sie dann eine Tablette mit örtlich betäubender Wirkung lutschen?
Wichtig bei Lutschtabletten: Sie können bei Dauergebrauch die Bakterien der körpereigenen Mundflora angreifen. Deshalb nur bei Halsschmerzen einnehmen!

Naturheilmittel und Tees


Bei Kratzen im Hals und Heiserkeit helfen auch pflanzliche Zubereitungen zum Lutschen. Primelwurzelextrakt lindert Reizhusten und wirkt gleichzeitig schleimlösend. Die Inhaltsstoffe von Isländisch Moos legen sich schützend über die Schleimhäute und fördern die Heilung. Salzpastillen schützen die Schleimhäute vor dem Austrocknen und wirken so wohltuend bei Halsschmerzen, Heiserkeit und Reizhusten.

Ein altbewährtes Hausmittel ist das Gurgeln mit lauwarmem Kamillentee, Thymiantee oder Salbeitee. Nach dem Gurgeln kann der Kräutertee geschluckt werden, so erreichen Sie auch tiefere Halspartien. Die Inhalation von Zubereitungen aus Kamille, Thymian oder Salbei erreicht ebenfalls tiefere Halsabschnitte und löst zusätzlich Verschleimungen. Achten Sie bei Tee auf Apothekenqualität: Diese Produkte werden kontrolliert und enthalten ausreichend wirksame Substanzen. Sie können auch mit Salzlösung gurgeln, um Krankheitserreger wegzuspülen und die wunde Schleimhaut zu beruhigen. Die Gurgellösung stellen Sie am Einfachsten mit vorportionierten Mineralsalzen aus Ihrer Apotheke her. Alternativ lösen Sie 1 Teelöffel Kochsalz in einem Glas mit lauwarmem Wasser auf.

Gurgellösungen


Gurgellösungen sind bei Halsschmerzen sehr zu empfehlen, da so die entzündungshemmenden Wirkstoffe direkt an den Krankheitsherd gelangen. Gurgeln Sie drei- bis sechsmal täglich. Bei Halsschmerzen können Sie mit antiseptisch wirksamen Lösungen gurgeln, die zum Beispiel Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorid, Hexetidin oder Benzocain enthalten.

Achten Sie auf die Angaben im Beipackzettel. Manche Medikamente dürfen nur kurzfristig bei akuten Beschwerden eingesetzt werden. Gebrauchsfertige Gurgellösungen werden unverdünnt angewandt, vorzugsweise nach den Mahlzeiten und nach dem Zähneputzen. Gurgeln Sie etwa eine Minute damit. Nach dem Ausspucken nicht mehr nachspülen!
Alternativen aus der Natur bieten Präparate, die pflanzliche Wirkstoffe wie Extrakte aus Salbei, Thymian oder Kamille enthalten. Diese Pflanzen wirken reizlindernd und entzündungshemmend.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne. Beachten Sie die Einnahmehinweise: die Medikamente können nur richtig wirken, wenn Sie korrekt und richtig dosiert eingenommen werden.
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Husten: Allgemeine Ratschläge

Soll man bei Husten viel trinken?

Häufig wird bei Husten empfohlen, viel zu trinken, damit der Schleim sich besser löst. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Unter Umständen kann viel Flüssigkeit bei Erkältungen aber negative Auswirkungen haben und den Mineralstoffhaushalt stören.

Gefahr durch Superinfektion

Husten kann gefährlich werden, wenn auf die ursprüngliche Vireninfektion eine Bakterieninfektion folgt. Durch die bereits vorgeschädigte Schleimhaut haben die Bakterien ein leichtes Spiel. Ein deutliches Anzeichen für eine bakterielle Infektion ist, dass sich das Husten-Sekret gelb oder grün verfärbt. Dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er stellt die Diagnose und entscheidet, ob Antibiotika oder andere Medikamente eingenommen werden sollen. Das ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten und andere Organe befallen.

Pfefferminz- und Eukalyptusöl für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich!

Erkältungssalben, -tropfen und -inhalate, die Kampfer, Cineol (in Eukalyptusöl) oder Menthol (in Pfefferminzöl) enthalten, sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht oder nur bedingt geeignet. Außerdem dürfen ätherische Öle bei Säuglingen und Kleinkindern keinesfalls im Bereich von Hals und Gesicht (insbesondere der Nase) aufgetragen werden. Es kann sonst zu Atemnot kommen. Verwenden Sie deshalb für Säuglinge und Kleinkinder nur Produkte, die ausdrücklich für sie geeignet sind und halten Sie sich genau an die Anwendungshinweise.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn

  • der Husten (trotz Behandlung) länger als zehn Tage anhält
  • Fieber auftritt
  • der Husten mit eitrigem oder blutigem Auswurf einhergeht
  • die Atmung erschwert ist
  • Sie einer Risikogruppe angehören. Dazu zählen Schwangere und Stillende, Diabetiker, Allergiker sowie Säuglinge und Kleinkinder
  • Verdacht auf Keuchhusten besteht
  • Verdacht auf chronische Bronchitis oder Asthma.

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Husten: Hilfe aus der Apotheke

Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln.

Hustenstiller


Der trockene Reizhusten am Beginn einer Erkältung kann äußerst schmerzhaft sein und lässt die Patienten weder tagsüber noch nachts zur Ruhe kommen. Mit Hustenstillern kann man den Hustenreiz unterdrücken und dem geschwächten Körper die notwendigen Erholungsphasen ermöglichen. Gängige rezeptfreie Hustenstiller enthalten beispielsweise Wirkstoffe wie Dextromethorphan oder Pentoxyverin. Die Wirkung dieser Arzneistoffe setzt schnell ein, sie sind jahrelang erprobt und gut verträglich. Pflanzliche Hustenstiller enthalten z.B. einen Extrakt aus Eibischwurzel, Spitzwegerich, Sonnentau oder Primel. Hustenstiller gibt es als Saft, Tropfen, Kapseln oder als Zäpfchen.

Hustenlöser


Wenn nach einigen Tagen Schleim abgesondert wird und der trockene Reizhusten in produktiven Husten übergeht, können Hustenlöser das Abhusten erleichtern. Bei den freiverkäuflichen Hustenlösern findet man Wirkstoffe wie Ambroxol, Bromhexin und Acetylcystein (ACC). Sie lockern den zähflüssigen Bronchialschleim und verkürzen so den Krankheitsverlauf.

Hustenstiller und -löser nicht gleichzeitig einnehmen!

Während Hustenlöser den Schleim verflüssigen, unterdrücken Hustenstiller den Hustenreiz. Bei gleichzeitiger Einnahme kann der gelöste Schleim nicht abgehustet werden. Möglich ist dagegen die Anwendung von Hustenlösern am Tage zur Erleichterung des Abhustens kombiniert mit Hustenstillern in der Nacht, wenn trotz Schleimabsonderung ein quälender Hustenreiz besteht. Lassen Sie sich zur richtigen Anwendung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Naturheilmittel


Naturheilmittel können sowohl hustenstillend als auch schleimlösend und auswurffördernd wirken.
Hustenstiller werden meist zu Beginn einer Erkältung eingesetzt. Sie lindern den Hustenreiz. Pflanzliche Hustenstiller enthalten z.B. einen Extrakt aus Eibischwurzel, Spitzwegerich, Sonnentau oder Primel.
Auswurffördernde Mittel, die auch als Expektorantien bezeichnet werden, helfen bei produktivem, schleimigem Husten. Sie haben zusätzlich krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften. Pflanzliche Hustenlöser enthalten z.B. Extrakte aus Efeu, Thymian, Eukalyptus sowie aus Primelwurzel oder Pelargonienwurzel.

Husten: Naturheilmittel

Naturheilmittel, die den Husten lösen, enthalten beispielsweise Extrakte aus den Blättern von Efeu, Thymian, Eukalyptus sowie aus Primelwurzel oder Pelargonienwurzel. Sie haben auch krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Darreichungsformen der Medikamente

Hustenmedikamente gibt es als Tee, Salbe, Saft, Tropfen oder Tabletten. Für die Wirkung ist nicht die Darreichungsform, sondern die regelmäßige und ausreichend dosierte Anwendung entscheidend.

Husten- und Bronchialtees:

Kräutertees gegen Husten verbinden die entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung der Heilpflanzen mit wohltuender Wärme. Außerdem beruhigen sie beim Trinken den gereizten Rachen.

Brausetabletten, Granulat, Hustensaft und Hustentropfen:

Die Wirkung setzt schnell ein. Tropfen enthalten allerdings häufig Alkohol. Für Kinder, Schwangere und Leberkranke sollten Produkte ohne Alkohol bevorzugt werden. Bei der Anwendung eines Saftes sollten vor allem Diabetiker ein zuckerfreies Produkt wählen.

Hustenbonbons/Lutschpastillen:

Das Lutschen ist praktisch für unterwegs und hält die Schleimhäute feucht. Wenn zum Husten ein rauher Hals kommt, ist das Lutschen besonders wohltuend. Man unterscheidet hustenstillende und schleimlösende Produkte.
Erkältungsbalsame und -bäder
Sie entfalten ihre Wirkung am besten, wenn sie auf der Brust eingerieben werden. Sie enthalten ätherische Öle, die zum einen direkt durch die Haut in die unteren Atemwege gelangen. Zum anderen verdampfen die leicht flüchtigen Öle auf der warmen Haut und werden eingeatmet. Durch diesen Inhalationseffekt gelangen die Wirkstoffe direkt in den Bronchialtrakt, wo sie die Atemwege frei machen. Ähnlich und gleichzeitig entspannend wirken auch Erkältungsbäder.
Als Wirkstoffe für Balsame und Bäder haben sich bei Husten beispielsweise Kampfer, Eukalyptusöl, Levomenthol und Eibischwurzel bewährt.
Ätherische Öle sind für Säuglinge und Kleinkinder nur eingeschränkt geeignet. In Ihrer Apotheke werden Sie hierzu umfassend informiert.

Inhalationsmittel:

Erkältungsbalsam kann, wenn er in heißes Wasser gegeben wird, auch zum Inhalieren verwendet werden. Dies kann durch einen Inhalator, oder über einem einfachen, offenen Gefäß geschehen. Neben Erkältungsbalsam kommen auch Auszüge ätherischer Öle, Mineralsalze oder Schleimlöser (Ambroxol) als Inhalationsmittel zum Einsatz. Inhalationen lindern nicht nur bei Husten die Beschwerden. Sie eignen sich zur Behandlung von allen Atemwegsinfekten.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen


Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne. Beachten Sie die Einnahmehinweise: die Medikamente können nur richtig wirken, wenn Sie korrekt und richtig dosiert eingenommen werden.
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Schnupfen: Allgemeine Ratschläge

Erkältungstees bei Schnupfen

Erkältungstees wirken entzündungshemmend und bringen wohltuende Wärme. Achten Sie auf die richtige Dosierung! Lassen Sie den Tee ausreichend lange ziehen. Bei den meisten Produkten wird empfohlen, maximal 3 bis 5 Tassen am Tag zu trinken, aber höchstens 4 Wochen lang. Schwangere sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Für Kinder und Kleinkinder gibt es spezielle Kindertees. Bevorzugen Sie zuckerfreie Produkte, bei zuckerhaltigen Tees besteht Kariesgefahr.

Abschwellende Nasentropfen nur kurzfristig anwenden!

Bei Schnupfen, der die Atmung durch die Nase beeinträchtigt, können abschwellende Nasentropfen eingesetzt werden. Diese eignen sich jedoch nur zum kurzfristigen Gebrauch. Sie sollten nicht länger als 5-7 Tage angewandt werden, der Körper könnte sich sonst an ihren Gebrauch gewöhnen. Der natürliche Mechanismus, der ein Abschwellen der Schleimhäute bewirkt, bleibt aus und die Schleimhäute sind dauerhaft geschwollen. Der Patient ist auf den ständigen Gebrauch von Nasentropfen angewiesen, um frei atmen zu können. Fachleute bezeichnen dies als Arzneimittel-Schnupfen.

Pfefferminz- und Eukalyptusöl für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich!

Bestimmte Erkältungssalben dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich von Hals und Gesicht, insbesondere der Nase, aufgetragen werden. Wirkstoffe wie Campher, Cineol, die in Eukalyptusöl enthalten sind oder Menthol das Bestandteil des Pfefferminzöl ist, können bei den ganz Kleinen zu Atemnot führen. Verwenden Sie für Kinder unter zwei Jahren säuglings- und kleinkindgerechte Produkte. Hier finden Sie oft den Hinweis: "Säuglingsgerecht, enthält kein Menthol". Trotzdem steht auch dann im Beipackzettel: "Nicht in der Nähe von Hals und Gesicht auftragen!"

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • der Schnupfen länger als eine Woche anhält
  • Fieber auftritt
  • starke Kopfschmerzen und eine auffällige Sekretbildung (Blut, Eiter, grünliche Verfärbung des Nasenschleims) den Schnupfen begleiten
  • Schmerzen an Stirn und im Wangenbereich auftreten, besonders beim Bücken (Verdacht auf Nasennebenhöhlenentzündung).

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Schnupfen: Hilfe aus der Apotheke

Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Abschwellende Tropfen oder Sprays


Eine spezielle Therapie gegen Schnupfen-Viren gibt es nicht, man kann nur die Symptome bekämpfen. Bei verstopfter Nase erleichtern abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays die Atmung. Unter dem Einfluss abschwellender Medikamente ziehen sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammen. Die bei Schnupfen geschwollenen Schleimhäute bilden sich zurück und man kann wieder frei atmen. Die Tropfen oder Sprays enthalten Oxymetazolin, Dexpanthenol oder Xylometazolin. Sie verbessern bei Schnupfen den Sekretabfluss und die Belüftung der Nasengänge.
Allerdings sollten sie nicht länger als eine Woche genommen werden. Bei längerer Anwendung kann ein Gewöhnungseffekt auftreten. Bei Säuglingen und Kleinkindern dürfen nur niedrig dosierte Produkte zur Anwendung kommen. Halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungsvorschläge. Säuglinge bis 6 Monate sollten wegen möglicher Nebenwirkungen nur nach ärztlicher Anweisung mit abschwellenden Nasentropfen behandelt werden.

Grippemittel – Erkältungskapseln und Säfte


Erkältungspräparate mit Wirkstoffkombinationen, sogenannte Grippemittel, wirken Kopf- und Gliederschmerzen entgegen, bekämpfen gleichzeitig verschiedene Erkältungssymptome und wirken zusätzlich fiebersenkend. Durch eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute werden Schnupfensymptome wie eine verstopfte Nase gelindert. Manche Medikamente unterdrücken auch den Hustenreiz. Allerdings sind manche Kombinationspräparate bei Diabetes, andere bei Bluthochdruck und Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung (z.B. Prostatabeschwerden) nicht geeignet. Beachten Sie hierzu bitte den Beipackzettel.

Salzlösungen

Bei trockener, entzündeter Nase helfen Tropfen oder Sprays, die Mineral- oder Meersalze enthalten. Sie befeuchten die Schleimhäute, erleichtern die Atmung und lösen gleichzeitig Krusten.
Sie sind gut verträglich und können auch vorbeugend gegeben werden. Bei gleichzeitiger Anwendung weiterer Medikamente in der Nase muss die Salzlösung zuerst verabreicht werden.
Ideal auch für Säuglinge. Kombinationen mit Dexpanthenol sind angezeigt bei wunder Nase.

Nasentropfen oder Sprays dürfen nicht von mehreren Personen gleichzeitig angewandt werden (Übertragung von Krankheitserregern). Beschriften Sie die Fläschchen mit Namen und Datum des Anbruchs. Geöffnete Nasentropfen oder -sprays sind nur begrenzt haltbar! Beachten Sie die Angaben im Beipackzettel.

Ein bewährtes Hausmittel bei Schupfen ist das Freischnäuzen oder Spülen der Nase mit Salzspülungen. Hierfür gibt es Mineralsalze, die in Beuteln vorportioniert sind. Ziehen Sie die Lösung jeweils in ein Nasenloch ein, während Sie das andere zuhalten. Dann das Wasser mit vorsichtigem Schnäuzen durch Nase oder Mund wieder ausfließen lassen. Alternativ können Sie spezielle Nasenspülkännchen aus Ihrer Apotheke verwenden.

Naturheilmittel


Ätherische Öle wirken entzündungshemmend und verbessern die Nasenatmung. Sie sind als Wirkstoffe in verschiedenen Medikamenten enthalten:

Erkältungsbalsame: Sie enthalten ätherischer Öle, die über die Haut in die unteren Atemwege eindringen. Gleichzeitig verdampfen die leicht flüchtigen ätherischen Öle auf der warmen Haut. Die Dämpfe steigen auf und werden eingeatmet. Durch diesen Inhalationseffekt gelangen die Wirkstoffe direkt in den Bronchialtrakt. Ähnlich wirken auch Erkältungsbäder.

Inhalationsmittel: Als Inhalationsmittel kommen beispielsweise Erkältungsbalsam, Auszüge ätherischer Öle oder Mineralsalze zum Einsatz. Sie werden in heißes Wasser gegeben, der aufsteigende Dampf wird inhaliert. Man kann einen Inhalator oder ein offenes Gefäß dafür verwenden. Inhalationen eignen sich zur Behandlung von allen Atemwegsinfekten.
Ätherisches Öl ist für Säuglinge und Kleinkinder nur bedingt geeignet. Beachten Sie bitte die Empfehlungen des Herstellers. Weiter zur Inhalation gut geeignet sind pflanzliche Mittel, die z.B. Kamillenblüten oder Kamillenblütenextrakte enthalten.

Um einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vorzubeugen, können Sie gleich mit den ersten Schnupfen-Symptomen pflanzliche Schleimlöser und Entzündungshemmer nehmen. Als Kapseln, Dragees oder Tropfen findet man Medikamente, die Anis, Thymian, Primel oder Eukalyptus beziehungsweise Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Holunderblüten und Eisenkraut enthalten. Daneben wird auch die Einnahme von Cineol oder Myrtol (Myrte) empfohlen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch weitere Hinweise zu den einzelnen Medikamenten finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne. Beachten Sie die Einnahmehinweise: die Medikamente können nur richtig wirken, wenn Sie korrekt und richtig dosiert eingenommen werden.
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Wann ist der Einsatz von Antibiotika nötig?

Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Viele Infektionen der oberen Atemwege werden jedoch von Viren ausgelöst. Gegen Viren haben Antibiotika keinerlei Wirkung, hier kann der unnötige Einsatz sogar Nachteile mit sich bringen: allergische Reaktionen, Resistenzentwicklung etc.

Antibiotika sind allerdings auch dann angebracht, wenn sich auf eine durch Viren vorgeschädigte Schleimhaut der Atemwege zusätzlich Bakterien festsetzen. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion sollte Sie ein Arzt behandeln: Er wird entscheiden, ob der Einsatz von Antibiotika nötig ist.
Bei folgenden Erkrankungen können Antibiotika notwendig werden:

Husten (Bronchitis)


Die akute Bronchitis, eine Entzündung der Bronchien mit Husten als Symptom, wird fast immer von Viren ausgelöst. Auf der entzündeten Schleimhaut der Bronchien können sich Bakterien leichter ausbreiten und eine zweite, bakterielle Infektion verursachen. Eine bakterielle Bronchitis dauert in der Regel länger als 7 Tage und wird von gelbgrünem Auswurf begleitet.

Mandelentzündung (Angina, Tonsillitis)


90 Prozent aller Rachenentzündungen werden von Viren ausgelöst. Anzeichen für eine bakterielle Mandelentzündung sind hohes Fieber (über 39°C) über mehrere Tage, Halsschmerzen, die sich nicht bessern, geschwollene Lymphknoten und eitrige Stippen oder ein schmieriger gelblicher Belag auf den Mandeln.

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und Schnupfen


Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen werden fast immer durch Viren ausgelöst. Bakterien nisten sich meist erst auf der bereits durch Viren oder Allergien vorgeschädigten Schleimhaut ein. Eine bakterielle Sinusitis hält normalerweise länger als eine Woche an und es besteht ein Druckschmerz, der sich beim Bücken verstärkt.
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Homöopathische Mittel bei Erkältung

Homöopathische Mittel zeigen in der Regel keine Nebenwirkungen. Sie eignen sich auch zur Einnahme bei Kindern. Bei Säuglingen gibt es jedoch Anwendungsbeschränkungen, insbesondere dann, wenn die Mittel Alkohol enthalten. Wichtig ist, dass Sie sich an die empfohlenen Dosierungsvorschläge halten. Manche Mittel müssen beispielsweise bei akuten Beschwerden tagsüber alle 30-60 Minuten eingenommen werden.

Homoöpathische Mittel werden je nach Ausprägung der Symptome und dem Allgemeinzustand des Patienten verordnet. Sie sollten bereits bei den ersten Symptomen eingenommen werden, um ihre volle Wirkung entfalten zu können.

So können bei Halsschmerzen beispielsweise Aconitinum, Atropinum sulfuricum und Mercurius helfen.

Bei Husten mit Schleimbildung werden je nach den folgenden typischen Merkmalen die zugehörigen homöopathischen Medikamente gewählt:
  • Husten nach Erkältung und Durchnässung, zäher Schleim: Dulcamara
  • Mit Brechreiz, Schleim "rasselnd" und schwer abhustbar, nachts schlechter: Ipecacuanha
Außerdem – jedoch ohne weitere Beschreibung:
  • Zäher, fadenziehender, weißlicher Schleim, in der Nacht Hustenanfälle: Coccus cacti
  • Wirkt schleimlösend: Stibiatum sulfuratum aurantiacum (auch Antimonium sulfuratum aurantiacum)
  • Zäher, weißlicher Schleim, Besserung im Sitzen, Atemnot, Schwäche: Antimonium tartaricum
Für trockenen Husten (Bronchitis) eignen sich diese Mittel:
  • Erkältung, oft mit Fieber, harter, bellender Husten, Reizhusten, krampfartig: Belladonna
  • Krampfartiger, bellender Husten, Kälte und Morgenstunden verschlechtern das Krankheitsbild: Hepar sulfuris
  • Plötzlich auftretende, nächtliche Hustenanfälle, mit Erkältung. Besserung in frischer Luft: Aconitum
  • Durch Überanstrengung bei Erkältung, morgens schmerzhaft: Drosera
  • Rachen trocken- rauh, Husten hohlklingend, Kitzeln im Hals, unwillkürlicher Harnabgang beim Husten: Causticum Hahnemanni
  • Husten rauh, schmerzhaft, trockener Grippehusten, Durstgefühl: Bryonia
  • Steigerung der Abwehrkräfte, "Abfangen" eines Hustens in einer frühen Phase: Echinacea
Außerdem – jedoch ohne weitere Beschreibung:
  • Krampfartiger Reizhusten, trockener Hals, nachts schlechter: Hyoscyamus
  • Husten rauh, bellend, mit Heiserkeit, nachts schlechter: Spongia
  • Reizhusten, oft nach Schnupfen, "kitzelnd", in Kälte schlechter: Rumex crispus
  • Beginn mit Schnupfen, Reizhusten, Kopfschmerz infolge Nebenhöhlenentzündung: Sticta
Für die Behandlung von beginnendem Schnupfen gibt es die folgenden Medikamente:
  • Wässriges Sekret, Niesen, Frösteln: Camphora
  • Frösteln, Hals-Kratzen, Niesen, Kopfschmerz: Nux vomica
  • Anfangsstadium, Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte: Echinacea
Fließender Schnupfen wird mit diesen homöopathischen Mitteln behandelt:
  • Nasensekret brennt, Tränensekret dünn-wässrig, aber mild: Allium cepa
  • Scharfer Tränenfluss, Auge geschwollen-gerötet, Nasensekret mild: Euphrasia
Wenn die Nase bei Schnupfen verstopft ist, greifen Homöopathen je nach den genauen Symptomen zu diesen Mitteln:
  • Trockene Krusten, häufig Nebenhöhlenentzündung, chronisch: Luffa
  • Kälte verschlechtert Beschwerden, anfällig gegen Erkältungen, chronisch: Thuja
  • Zähschleimig, Rachen mitbetroffen, Wärme bessert Beschwerden, chronisch: Kalium bichromicum
  • Kältegefühl, Kopfschmerz, morgens schlechter: Nux vomica
  • Sekret dick-gelbgrün, Bewegung im Freien bessert, abends und nachts schlechter: Pulsatilla

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Bonbons in Dose
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Das Lutschen von Hustenbonbons regt die Speichelproduktion an. So wird bei einer Halsentzündung die Schleimhaut befeuchtet und das Schlucken erleichtert.
Getrocknete Kamillenblüten
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Kamille wirkt reizlindernd und enzündungshemmend. Sie kann als Tee, als Gurgellösung oder als Inhalation gegen Erkältungsbeschwerden helfen.
Schüssel mit Kräuteraufguss
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Inhalieren mit Kräutern oder Kochsalz verflüssigt den Schleim in den Nebenhöhlen und Atemwegen, sodass die Erreger schneller abfließen können.
Salbei
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Salbei hemmt Entzündungen und wirkt antibakteriell. Das Gurgeln mit Salbeitee oder das Lutschen von Salbeibonbons ist daher hilfreich bei Halsschmerzen und Husten.
Nasenspray
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Abschwellendes Nasenspray erleichtert die Atmung bei einer verstopften Nase. Allerdings darf es nicht länger als eine Woche angewandt werden, denn der Körper kann süchtig danach werden.