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Elektrokrampftherapie



Man wird zunächst versuchen, dem Patienten mit einer medikamentösen Therapie zu helfen. Diese ist in etwa 80 Prozent aller Fälle wirksam. Lassen sich aber durch Medikamente evtl. in Kombination mit Psychotherapie keine Verbesserungen der Depression erzielen, hat sich vor allem bei sehr schweren Depressionen die Elektrostimulation oder Elektrokrampftherapie (EKT) als besonders wirksam erwiesen. Hierbei wird ein künstlicher Krampfanfall durch einen kurzen Stromstoß ausgelöst. Im Gegensatz zu früher ist dieses Verfahren für den Patienten heutzutage relativ wenig belastend, da er in eine Kurznarkose versetzt wird und Muskelkrämpfe durch die Gabe eines Muskelrelaxanz unterbunden bzw. abgeschwächt werden. Der Betroffene erhält, verteilt über etwa drei Wochen, neun bis zwölf Anwendungen. Bei den meisten Patienten kann hierdurch die zum Teil seit Monaten oder Jahren andauernde depressive Phase durchbrochen werden. Eingesetzt wird die EKT bei Patienten, bei denen zahlreiche medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsversuche fehlgeschlagen sind.

Nebenwirkungen

Durch neue Techniken konnten die Nebenwirkungen und Risiken deutlich vermindert werden. Es bleibt das Narkoserisiko, die Gefahr von Blutdruckstörungen und vorübergehende Gedächtnisstörungen. Diese Risiken stehen jedoch der ernsthaften Gefährdung bei einer schweren Depression gegenüber. Viele Patienten erleben das Abklingen einer schweren Depression unter EKT wie das Erwachen aus einem langen Alptraum und drängen bei erneutem Auftreten einer depressiven Episode auf den Einsatz dieses Verfahrens. Die EKT wird in Deutschland nur in einigen Fachkliniken durchgeführt.





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